Carmen  
Comizi d'amore  
Dezember, 1-31  
Face Value  
Goede man, lieve zoon
(Good Husband, Dear Son)
 
Grey Gardens  
Hans im Glück
- drei Versuche, das Rauchen loszuwerden
 
Happy-End  
Kya ka ra ba a  
Mit Verlust ist zu rechnen  
Wen die Götter lieben  
 
Comizi d'amore
Pier Paolo Pasolini, I 1964, 35 mm, 90 min, OmU

Woher kommen eigentlich die Babys? 1963, als Pier Paolo Pasolini als rasender Reporter durch Italien zog, fielen die Antworten auf diese Frage noch durchaus unterschiedlich aus. Comizi d'amore ist ein Dokumentarfilm über den Informations- und Bewusstseinsstand eines Landes zum Thema Liebe und Sexualität: Quer durch die soziale Schichten und Generationen, an venezianischen Badestränden, vor Mailands Fabriktoren, auf sizilianischen Feldern oder am Fußballplatz lauert Pasolini Menschen auf und stellt ihnen Fragen zu Tabuthemen wie Prostitution, Homosexualität oder Ehescheidung - zwischendurch gibt es dann die Analyse der Ergebnisse mit dem Schriftsteller Alberto Moravia und dem Psychologen Cesare Musatti. Pasolinis Insistenz und Schlagfertigkeit, die sich auch in der Spontanität der Bilder ausdrückt, erinnert ein wenig an seinen "Nachfolger" Nanni Moretti, und wie diesem gelingt es ihm, die Widersprüchlichkeiten seines (katholischen) Landes völlig ungezwungen aufzuzeigen: ohne nur im Ansatz zu belehrend zu wirken.